Die Qual der Wahl – Oder sollte man eher sagen: Die Wahl der Qual?


Wie man die Entscheidung für das „richtige“ Tutorium fällt.

WoDkA – Wochenmeinung Der kleinen Advokatin

Viele Jurastudis stehen, nachdem sie „scheinfrei“ sind, direkt vor der nächsten schweren Entscheidung:

LEO, Hemmer, Alpmann-Schmidt oder vielleicht doch lieber Selbststudium?

Die Entscheidung, welches Repetitorium DAS BESTE ist, umtreibt viele Jurastudis und führt zu einigen Diskussionen innerhalb des Kommiliton*innen-Kreises… Sollte man diesen Stress nicht – zum eigenen Wohlergehen – vermeiden und sich die kostbaren Nerven lieber für die Zeit im Repetitorium selbst aufsparen?

Die Wahl des Repetitoriums für die erste Juristische Prüfung hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Lernpräferenzen, dem aktuellen Wissensstand, der zeitlichen Kapazitäten und dem Budget. Es gibt mehrere bekannte Repetitorien in Deutschland, die sich auf die Vorbereitung auf das erste Staatsexamen spezialisieren. Einige der beliebtesten sind: Hemmer, Alpmann-Schmidt, C.F. Müller, Jura-Intensiv und in Leipzig zuguterletzt LEO… Und dann bliebe da natürlich auch noch das von manch einzelnen gewählte Selbststudium.

Natürlich ist es wichtig, sich die Entscheidung wohlbesonnen und bedacht zu überlegen und sich dafür vielleicht auch etwas Zeit zu nehmen. Es schadet bestimmt auch nicht, sich im Freund*innenkreis mal umzuhören oder von den Erfahrungsberichten ehemaliger Examenskandidat*innen inspirieren zu lassen. ABER: Vergesst dabei bitte nicht, dass egal für welches dieser Repetitorien ihr euch im Endeffekt entscheidet – und sei es für eine ganz andere Vorgehensweise als der Rest eures Freund*innenkreises – komplett unterschiedliche Methoden ans Ziel führen können! Löst euch von dem Gedanken, dass es den „einen richtigen Weg“ gibt, der am Ende im Durchschnitt die besten Examensnoten ausspuckt… Dies ist eine Fehlleitung und bereitet nur unnötige Sorgen, die ihr euch wirklich lieber ersparen könnt. Jede*r hat eine individuelle Art und Weise mit Lern- und Prüfungssituationen umzugehen. Das fällt einem schon in den Semestern vor dem Rep auf. Manch eine Person sitzt gerne 9 Stunden am Stück in der Bib (und lässt sich dort zwischendurch mal ablenken) und manch eine kommt nur für 3-4 Stunden und ist dann eher konzentriert dabei. Manche arbeiten dauerhaft mit Karteikarten, andere orientieren sich nur an der Fallarbeit. Manche kaufen sich immer die neuesten Skripte und Lehrbücher, andere haben noch nie einen Cent dafür ausgegeben und sitzen lieber im Hörsaal, um sich von den Profs unterhalten zu lassen. Und so könnte man jetzt noch unzählige Unterschiede auflisten, die doch am Ende nicht allein zu dem einen glorreichen Ziel führen: der guten ersten Staatsexamensnote!

Frida Keil


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