Von Einwegverpackungen und Hoffnung – Die Folgen des ,,European Green Deal“ und die Hoffnung auf eine neue Verpackungsabfallverordnung.

WoDkA – Wochenmeinung Der kleinen Advokatin

Als ich neulich in einem Post von der Tagesschau gesehen habe, was alles an Einwegverpackungen verboten werden soll, hat mich das unvermittelt ganz glücklich gemacht. Das EU-Parlament hat sich vorläufig darauf geeinigt, dass ab 2030 Verpackungen „recyclingfähig“ sein sollen. Diverse Verpackungen werden gelistet, die ab dem angegebenen Jahr verschwinden sollen. Unter anderem verschiedene Einwegverpackungen für Flüssigkeiten wie Kosmetik, oder Ketchup und Honig. Scheinbar sollen all diese, in kleinen Mengen abgepackten Dinge, die man in Hotels, Cafés oder Restaurants bekommt, schrittweise abgeschafft und auch zu große Versandpakete oder die Folie, die an Flughäfen immer um Koffer gewickelt wird, unterm Strich verboten werden.

Zugegebenermaßen war ich fast erstaunt, wie weit die geplanten Maßnahmen reichen. Das sind teilweise Dinge, über die ich persönlich noch nie nachgedacht habe, hinsichtlich dessen, dass sie ja auch zu Einwegverpackungen gehören und demnach viel Abfall und in der Folge leider auch Umweltverschmutzung produzieren.

Umso mehr hat es mich überrascht, dass das auf EU-Ebene diskutiert und nun sogar vorerst beschlossen wurde. Unwillkürlich musste ich aber auch daran denken, dass meines Wissens, schon vor ein paar Jahren diese dünnen, leichten Plastiktüten in Supermärkten verboten wurden und dass diese nicht überall gewichen sind. Zwar werden auch überall fleißig wiederverwendbare Netze und Beutel verkauft (Der Kapitalismus, er lebe hoch!), aber die Rollen mit den leichten Plastiktüten gibt es meist trotzdem. Um Obst und Gemüse zu verpacken, darf man die dünnen Tüten wohl immer noch verwenden.

Das bisherige, auf nationaler Ebene geltende „Verpackungsgesetz“, macht es möglich. Da fragt man sich doch, warum die Tüten nicht gleich in jedem Kontext verboten wurden, wenn sie schon dabei waren, umweltfreundliche Entscheidungen zu treffen. Oder auch das Verbot von Plastikprodukten, wie Einwegstrohhalmen. Wie oft bekommt man doch noch einen Cocktail oder eine Limo mit einem der Plastikstrohhalme, die so zahlreich das Meer verschmutzen, auf den Tisch gestellt?

Dennoch muss ich sagen, dass solche Nachrichten, wie die in dem Post der Tagesschau mich einfach sehr glücklich machen. Sie geben mir Hoffnung, dass da doch irgendwas für unsere Umwelt passiert und entschieden wird. (Dass dies bei weitem nicht genug ist, um den Klimawandel zu stoppen, sei jetzt mal dahingestellt.) Neben den voraussehbaren Wahlergebnissen für Sachsen dieses Jahr oder den hohen Zahlen von Kindern, die im Krieg umgebracht werden, solchen Nachrichten, die einem einfach nur Angst und Trauer bereiten, neben diesen ist das doch mal eine kleine, gute und schönere gewesen. Solche Informationen geben mir Hoffnung. Hoffnung, dass Dinge passieren, es besser werden kann und dass man nicht umsonst kämpft. Hoffnung, so pathetisch das klingt, auf eine bessere Welt.

Fia Josefine Schrader


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