WoDkA – Die Wochenmeinung Der kleinen Advokatin
Auch wenn es nicht immer auf den ersten Blick so scheint – Politik passiert auch an der Uni. Und in diesem Juni wird man ihr kaum aus dem Weg gehen können: Es ist Superwahljuni.
Vom 17. bis 24. Juni wird an unserer Fakultät nahezu alles gewählt, was direkt gewählt werden kann: Fachschaftsrat, Fakultätsrat und Gleichstellungsbeauftragte. Zusätzlich stehen auch die studentischen Vertreter*innen für Senat und erweiterten Senat zur Wahl.
Der Fachschaftsrat ist die Interessenvertretung der Studierenden eines Studiengangs – bei uns also der Rechtswissenschaften. Dieses Jahr treten zwei Listen und ein Einzelkandidat an. Für die Progressive – ehemals Kooperative – kandidieren auf den vorderen Listenplätzen bekannte Gesichter aus dem aktuellen FSR. Die Offene Linke Liste hingegen ist komplett neu besetzt. Beide Listen informieren inzwischen auf Instagram über ihre Kandidierenden und Positionen.
Das politisch einflussreichere Gremium ist jedoch der Fakultätsrat – dessen Bedeutung häufig unterschätzt wird. Er setzt sich aus Professor*innen, Studierenden, wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter*innen zusammen. Dinge wie die Umbenennung der Fakultät können ausschließlich dort entschieden werden. Unter den studentischen Kandidierenden finden sich u.a. eine Liste des RCDS – quasi der Studierendenverband der CDU – sowie mehrere Einzelkandidat*innen, darunter Ella Schmidt und Madlen Kock, die beide bereits im Fakultätsrat sitzen.
Dass Wahlentscheidungen nicht leichtfertig getroffen werden sollten, versteht sich von selbst. Gerade im Unikontext ist es jedoch oft gar nicht so einfach, sich umfassend über die (studentischen) Kandidierenden zu informieren. Trotzdem lohnt sich der Aufwand – schließlich bestimmen diese Gremien das Leben an unserer Fakultät ganz wesentlich mit.
Bei den Senatswahlen lässt sich die politische Ausrichtung der Studierenden meist leichter einschätzen. Doch auch für die übrigen Gremien hilft ein kurzer Online-Check: Parteibindungen, Vereinsmitgliedschaften oder politische Positionierungen werden oft schnell sichtbar. Wer sich eine offene, progressive Fakultät wünscht, sollte sich gut überlegen, wo das Kreuz gesetzt wird.
Also: Informiert euch und geht wählen!
Adele Medina
